KALI SIKARAN



Kali Sikaran hat seine Wurzeln in den Kampfkünsten der Philippinen und Südostasiens. Die IKSA (International Kali Sikaran Association) ist Mitglied und der führende Stil der IKAEF (International Kali Arnis Eskrima Federation). Die IKAEF hat Mitglieder und Vereine in über 20 Ländern.

Kali Sikaran ist von der Geschichte Südostasiens beeinflusst, insbesondere vom Reich Majapahit. Das Majapahit war das letzte große Hinduimperium (1293-1500) und sein Symbol war der Stier. Der Stier selbst war ein Symbol für Stärke und Kraft. Der Kreis auf dem Kopf des Stiers war das Symbol für geistige Stärke.

Kali kommt von den Philippinen, wo Gewalt sehr verbreitet war und ist. Kali verbindet auf einzigartige Weise Fähigkeiten des bewaffneten und unbewaffneten Kampfes. Seine Effektivität, insbesondere im Bereich Stock- und Messerkampf bzw -abwehr, ist in der Kampfkunstwelt anerkannt. Die besten Krieger des Majapahit kamen allerdings nicht nur von den Philippinen sondern von ganz Südostasien. Alle hatten eigene Stile; Muay Thai und Krabi Krabong aus Thailand, Pencak Silat aus Indonesien und Malaysia usw...

Kali Sikaran verwendet das Symbol des Majapahit da es alle diese Künste in sich vereint und seine Wurzeln in ihnen hat. Heute ist Kali Sikaran ein einzigartiges System welches Trainingskonzepte aus allen diesen Künsten vermittelt.

Punong Guro Jeff Espinous und Punong Guro Johan Skalberg haben die IKSA gegründet und aufgebaut.

Das Ausbildungsprogramm ist für jeden geeignet, der bereits eine Kampfsportart betreibt, aber auch völlige Neulinge können am Training teilnehmen. Das IKSA-Prüfungsprogramm ist in verschiedene, aufeinander aufbauende Phasen unterteilt. Insbesondere werden folgende Bereiche gelehrt:


Doppelstock


Im Doppelstockprogramm lernt der Schüler die richtige Schlagtechnik mit dem Stock sowohl mit der rechten als auch mit der linken Hand. Anfangs werden festgelegte Muster (Sinawali) geschlagen deren Komplexität sich mit dem Lernfortschritt des Schülers beliebig steigern lässt. Die fortgeschrittenen Schüler gehen dann mehr in freie Anwendungen mit 2 Stöcken über.
Das Doppelstocktraining schult gleichermassen die Koordination, Konzentration und Reaktion der agierenden Partner, was sich nicht nur auf den Sport positiv auswirkt!

Einzelstock


Das Einzelstocktraining stellt in gewisser Weise die Essenz der meisten philipinischen Kampfkünste dar. Hier lernt der Schüler, auf angemessene Weise auf Angriffe mit einem Stock zu reagieren. Es werden Abwehrtechniken mit dem Stock als auch waffenlos trainiert. Auch Sparringselemente finden hier mit entsprechender Schutzausrüstung Anwendung.

Messer


"Wenn du dich gegen einen Waffenangriff verteidigen willst, lerne erst den Waffenangriff!"
Diesem Grundsatz folgend wird in den philipinischen Kampfkünsten zuerst der Umgang mit einem Messer trainiert bevor man sich der Verteidigung gegen einen Messerangriff widmet. Der fortgeschrittene Schüler lernt dann ausgefeilte "waffenlos-gegen-Messer-Drills" die seine Chancen einen Messerangriff zu überleben, erhöhen sollen.

Espada y daga

Fortgeschrittene Schüler lernen hier den Umgang mit einer langen und einer kurzen Waffe. Im Training handelt es sich um ein Messer und einen Stock. Fortgeschrittene Schüler lernen hier den Umgang mit einer langen und einer kurzen Waffe.

Waffenlose Techniken



Hier kann in 4 Bereiche unterschieden werden:

1. Panantukan, das philipinische Boxen bei dem so ziemlich alles erlaubt ist (auch Ellenbogen und Kopfstöße)

2. Sikaran, das philipinische Kickboxen.

3. Kadena de mano, das philipinische Trapping bei dem versucht wird die "Waffen" des Gegners zu immobilisieren um selbst den entscheidenden Treffer anbringen zu können. Hier kommen auch die bekannten "Gunting" Techniken zum Einsatz, bei denen empfindliche Stellen der angreifenden Extremität angegriffen werden.

4. Dumog, das philipinische Ringen.